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Der Großinquisitor ist eigentlich ein Kapitel aus Fjodor Dostojewskis Roman „Die Brüder Karamasow“. Bei einem treffen der Protagonisten Iwan und Aljoscha, erzählt Iwan seinem Bruder ein Poem, das er sich ausgedacht, jedoch nie niedergeschrieben hat:
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Den Anfang machen zwei Herren von der britischen Insel, die genau den infantilen, schwarzen, bisweilen völlig schwachsinnigen Humor vertreten, den ich so liebe. Weiterlesen…
Immer das gleiche Strickmuster
Im Prinzip präsentiert sich das Buch in zwei Teilen und wendet eine Technik an, die ich als Sabine Christiansen-Strategie bezeichnen möchte. Eine Technik, die den meisten Sachbüchern zu Grunde liegt, die es auf die Bestsellerliste schaffen möchten. Der erste Teil solcher Bücher ist wie folgt angelegt: Panikmache! Ängste schüren oder unterschwellig schon vorhandenes Unwohlsein einfangen und in kommerziell verwertbare Ängste konvertieren. Der zweite Teil bietet die passende Medizin, ein Gegenmittel, das man so nicht gebraucht hätte, aber da man einmal in „Alarmbereitschaft“ (um diesen Schirrmacherschen Terminus zu übernehmen) versetzt ist, es gleich mit konsumiert.
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Tollkühne Männer in ihren rasselnden Raketen…oder so ähnlich. Bis jetzt bin ich in den Werken Jules Vernes wenig bis gar nicht bewandert, von einigen schlecht umgesetzten Filmadaptionen mal abgesehen
Das möchte ich ändern. Und so habe ich mir einen Roman ausgesucht, der gerne als der erste Science-fiction-Roman überhaupt bezeichnet wird, und zu einer Hörspielversion aus dem Jahre 1967 gegriffen, einer Produktion des Westdeutschen Rundfunks. Dieser steht für Qualität dachte ich mir und wurde auch nicht enttäuscht.
Wie angekündigt möchte ich direkt noch auf die Fortsetzung von Imperium eingehen. Ich denke, dass passt an dieser Stelle ganz gut, weil Harris erst kürzlich wieder großes Thema in den Medien war, aufgrund der Premiere der „Ghostwriter“-Verfilmung in Berlin.
Mit Titan hat Robert Harris im Herbst 2009 den zweiten Teil seiner Cicero-Trilogie veröffentlicht. Lange mussten das Publikum auf die Fortsetzung warten, war die Veröffentlichung dieser Fortsetzung doch schon für Herbst 2008 angekündigt, verschob sie sich weil Harris noch seinem Roman “Ghost” fertigstellen wollte.
Grundsätzlich wirken historische Romane auf mich etwas dröge, weshalb ich eher einen großen Bogen um sie mache. Weil bei diesem Werk der Name des Autors jedoch Robert Harris lautet, habe ich mich entschieden der Geschichte eine Chance zu geben, zumal ich zuvor schon die englische Version von Harris Hörbuch „Pompeij“ gehört habe.
Worum geht es in Imperium?
Imperium ist der erste Teil einer geplanten biographischen Trilogie über den römischen Anwalt und Politiker Marcus Tullius Cicero (*106 bis †43 v.Chr.). Die Geschichte wird dabei aus der Perspektive seines Sekretärs und Haussklaven Tiro erzählt, der bekannt ist für die Erfindung der altrömischen Kurzschrift, den so genannten Tironischen Noten.
Im Mittelpunkt von Imperium steht der politische Aufstieg Ciceros, der als junger Anwalt in der in Korruption und Intrigen untergehen zu drohenden Republik Rom für Aufsehen sorgt. Dabei teilt sich der Harris Roman in drei Handlungspassagen. Zunächst stellt Cicero den brutalen Provinzstadthalter Gaius Verres, den er in einem packenden Schauprozess aus der Stadt jagt. Daraufhin arbeitet Cicero an seiner Kandidatur auf das Ädilenamt. Den Höhepunkt des ersten Teils bildet Ciceros Konsulatskandidatur, in der harte Machtkämpfe führen muss, welche in der Verschwörung Catilinas kulminieren.




















