Radio aufzeichnen mit dem phonostar-Player

Montag, 18. Oktober 2010

Radio aufzeichnen mit phonostar

Radio aufzeichnen mit phonostar

Der kostenlose phonostar-Player verspricht die komplette Internetradio-Welt in einer Software. Über 6.000 Internetradios im Angebot, rund um die Uhr. Alle Radiosendungen direkt als MP3 aufnehmen und dabei kinderleicht zu programmieren. Ich habe den Player in der vergangenen Woche getestet, weil ich wissen wollte, ob sich ein Umstieg von einem herkömlichen MP3-Rekorder auf einen Radio-Rekorder zur Aufnahme von Hörspielen lohnt. Dazu habe ich Euch direkt eine kleine Anleitung zusammengestellt, wie Ihr mit dem phonostar Eure Lieblingssendungen planen und programmieren könnt.
 

 
 

Radiosendungen selber aufnehmen


Aufmerksam geworden durch einen Kommentarhinweis zu meinem Artikel Hörspiele legal aus dem Radio aufzeichnen, habe ich mich in den letzten Tagen etwas eingehender mit dem kostenlosen phonostar-Player beschäftigt.

In dem angesprochenen Artikel hatte ich u.a. die Möglichkeit der Radioaufnahme über so genannte MP3-Rekorder vorgestellt und eine kurze Anleitung zur Bedienung gegeben. Ein MP3-Rekorder zeichnet alle Geräusche auf, die über Eure Soundkarte ausgegeben werden. Das heißt, das damit auch Sounds von Computerspielen, Videos oder Skype-Telefonate aufgezeichnet werden können.

Über MP3-Rekorder Sendungen aus dem Radio aufzuzeichnen brachte von jeher zwei Nachteile mit sich: 1. Man muss vor dem Rechner sitzen und die Aufnahme per Hand starten; und 2. Außer der Radiosendung darf kein anderer Sound über die Soundkarte ausgespielt werden. Surft man also während der Aufnahme durchs Netz und gerät dann versehentlich auf eine akustische Werbung ist die Aufnahme mit einem unschönen Werbesound im Hintergrund verschandelt. Ein Umstand, der mich schon einige Male zur Verzweiflung getrieben hat.

Mit dem phonostar geht die Evolution der MP3-Rekorder in die nächste Runde, den dieser ist ein reiner Radiorekorder. Dieser verspricht die oben erwähnten Probleme zu beseitigen, da er programmierbar ist und wirklich nur den Radiostream aufzeichnet. Und das Beste: Auch der phonostar ist kostenlos. Grund genug also diesen einmal eingehender zu testen und vorzustellen.

 

Der kostenlose phonostar-Player im Test


Der Download des kostenlosen Players gestaltet sich völlig problemlos. Einfach die Seite http://www.phonostar.de/phonostar_player/ besuchen und den „Jetzt gratis Download“-Button klicken. Die entsprechende Datei „phonostar-Player3018.exe“ in einem Ordner anch Wunsch auf der Festplatte ablegen. Mit einem Doppelklick startet die Installation.

 

phonostar-download

Hier gehts zum phonostar-player Download!


 

Nach Installation kann der phonostar bequem über das Desktop-Icon gestartet werden. Kleiner Wermutstropfen: danach benötigt der Player danach ca. 30 Sekunden Ladezeit, in der dem User Werbung präsentiert wird. Nicht so schön, besonders weil man das Werbefenster während des Ladevorgangs nicht minimieren kann, aber dafür ist dieser Rekorder ja auch umsonst.

 

Werbung in der Startmaske des phonostar

Leider gehts nicht ohne: Werbung in der Startmaske des phonostar


 

Als nächstes bekomme ich die Startübersicht präsentiert. Ich kann aus einer riesigen Auswahl an Sendern direkt live das Radioprogramm meiner Wahl hören, dafür bekomme ich einer Top100-Senderauswahl vorselektiert, ich kann aber auch nach weiteren Sendern suchen und meine ganz persönliche Auswahl zusammenstellen. Außerdem kann ich Podcasts abonnieren oder Sendungen aufnehmen. Letzteres werde ich im Folgenden versuchen.

 

Radio aufzeichnen mit dem phonostar – Eine kurze Anleitung


Ich nehme mir vor, das SciFi-Hörspiel „Auf zwei Planeten“ von MDR Figaro aufzuzeichnen. Zunächst wähle ich mir hierzu den Sender aus. Ich gebe „MDR Figaro“ in den Suchschlitz des Players ein, und lade den Sender mit einem Doppelklick auf das Senderlogo.

 

Sendersuche im phonostar-Player

Sendersuche im phonostar-Player


 

Im nächsten Schritt programmiere ich meine Aufnahme. An dieser Stelle habe ich etwas länger gebraucht um die Bedienung zu verstehen. Diese gestaltet sich auf den ersten Blick nicht wirklich intuitiv, da sich die Aufnahmebuttons hinter Aufklappbaren-Buttons verstecken.

 

Aufnahmeprogrammierung mit dem phonostar-Player

Aufnahmeprogrammierung mit dem phonostar-Player


 

Um eine Aufnahme einzugeben, klicke ich also 1. im Player mit dem Mausanzeiger über das Dreieck, das sich daraufhin aufklappt. Hier klicke ich nun auf „Aufnahme“. 2. Darauf hin öffnet sich rechts ein Layer, in dem ich nun meine gewünschte Aufnahme eintragen kann. Ich nennen den Titel der Sendung (Hier das Hörspiel „Auf zwei Planeten“), gebe das entsprechende Genre ein und lasse etwas Puffer bei der Laufzeit (die eigentlich 22.00h – 23.23h lautet). Falls es zu einer Verzögerung im Programmablaufkommt kommt, beuge ich somit vor, dass mir am Ende evtl. eine entscheidende Minute fehlt.

Nach Betätigung des „Einplanen“-Buttons, finde ich meine programmierte Aufnahme unter dem Reiter „Geplante Aufnahmen“. Klappe ich das sich rechts befindende Dreieck auf, kann ich die Einstellungen meiner Aufnahme verfeinern und die Wiedergabequalität sowie das Dateiformat auswählen.

Um eines kommt man jedoch auch beim phonostar nicht herum: Während der Aufnahme muss der Rechner eingeschaltet sein und selbstverständlich muss eine Verbindung zum Internet hergestellt sein. Das meine Aufnahme plangemäß gestartet ist, sehe ich während der Aufnahme über den Reiter meine Aufnahmen.

Nach der Aufnahme finde ich meine Sendung zur weiteren Bearbeitung unter dem Reiter „Neue Aufnahmen“, oder in dem Dateiordner „Aufnahmen“ auf meinem Rechner, und kann hier auch gleich meine Datei schneiden.

 

Mein Fazit


Der phonostar-Player hat überzeugt, obwohl ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln sind. Ganz unpädagogische diese hier zuerst:

1. So machte der Player Probleme (Aufnahmen brachen ab) als ich mehrer Sendung programmierte. Ein Bug?

2. Die Bedienung ist wie versprochen “kinderleicht”. Aber erst, wenn man die Hürde der ersten Programmierung genommen hat. Das platzsparende Design geht auf Kosten der Übersichtlichkeit, den aufklappbare Buttons tragen nicht zu einer uintuitiven Usability bei.

3. Die Auswahl an Sendern ist gigantisch, aber dadurch scheint auch schnell mal die Übersicht verloren zu gehen. So kannte der Player den Sender ORF1 nicht (wie im Programm ausgezeichnet), stattdessen bot er eine Vielzahl an lokalen ORF-Ablegern an, die sich aber nicht als das von mir gewünschte Programm entpuppte.

Ansonsten überwiegt die Freude endlich einen (insgesamt) leicht zu bedienenden Radiorekorder gefunden zu haben, mit dem ich meine Aufnahmen planen und programmieren kann (das ist das große Plus des phonostar). Zudem wird auch wirklich nur der Radiostream aufgezeichnet. Schluss mit nervigen Hintergrundgeräuschen in den Aufnahmen. Außerdem werden die Sendungen direkt auf meiner Festplatte gespeichert udn ich muss diese nicht noch irgendwo herunterladen. Das alles zum Nulltarif: Top! Wem die Werbung beim Start zu sehr auf die Nerven geht oder den Funktionsumfang erweitern will (mehrere Sendungen gleichzeitig aufnehmen Equalizer, zeitversetztes Radio etc.) für den gibt es eine kostenpflichtige Version, den phonostar-Player Plus für 19,90 Euro.

Mein Fazit: Daumen hoch für den phonostar!

 

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  • Okt 19th, 2010 at 11:17 | #1

    Vielen Dank vom phonostar-Team für diesen schönen Testbericht!

    Wir haben noch ein paar Hinweise für dich:

    Um Sendungen mit nur einem einzigen Klick aufzunehmen, kannst du unter anderem unseren Radioprogramm-Guide auf phonostar.de nutzen. Hier findest du u.a. alle Hörspiele im deutschsprachigen Radio und kannst sie mit Klick auf den Knopf “Aufnehmen” direkt mit allen nötigen Informationen zur Aufnahme einplanen. Hier geht es direkt zu den Hörspielen: http://www.phonostar.de/hoerspiel-kalender

    Auch direkt im phonostar-Player selbst kannst du dir Informationen zu Sendungen aufrufen und Aufnahmen einplanen, z.B. findest du im Menü rechts unter “Sendungen” – “Programmtipps” die Highlights im Radio.

    Besonders spannend für Hörspielfans ist auch die Wunschlisten-Funktion. Hiermit kannst du dir alle Hörspiele, die im Radio laufen, suchen und auch direkt aufnehmen lassen. Mehr Infos zu den Wunschlisten gibt es im phonostar-Player im Menü rechts unter “Sendungen” – “Wunschlisten”.

    Dass Aufnahmen nicht vollständig vorhanden sind, liegt eventuell daran, dass sich die Sendungen überschneiden. Abhilfe schafft hier der phonostar-Player PLUS, denn der kann unbegrenzt viele Sendungen gleichzeitig aufnehmen. Sollte es nicht daran liegen, schreibe uns gern eine E-Mail über dieses Formular: http://www.phonostar.de/phonostar_player/support/bugreport.php

    Und der Sender ORF 1 ist unter dem Namen Ö1 zu finden.

    Das war mal ein langer Kommentar… Bleibt uns nur noch, dir und deinen Lesern wünschen weiterhin viel Spaß mit phonostar zu wünschen!

  • Okt 19th, 2010 at 23:08 | #2

    Vielen Dank für das schnelle Feedback und die zusätzlichen Tipps!

    Die abgebrochenen Aufnahmen haben sich leider nicht überschnitten, sondern starteten zu völlig unterschiedlichen Zeiten. Ich werde auf das Angebot bzgl. des Bugreports gerne zurück kommen.

  • Maike K.
    Dez 10th, 2010 at 17:47 | #3

    Danke für die ausführliche Erklärung! Eine aufnahme zu starten ist wirklich auf den ersten Blick verwirrend

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