Redet Geld, schweigt die Welt von Ulrich Wickert

Sonntag, 26. Februar 2012

Redet Geld, schweigt die Welt

Redet Geld, schweigt die Welt

Ulrich Wickert nennt in seinem neuen Hörbuch »Redet Geld, schweigt die Welt« Ross und Reiter der jüngsten Finanzkriese. Dabei stellt er Fragen nach den Motiven: Ist es bloße Gier, die Menschen dazu bringt, zu lügen, zu betrügen und irrezuführen? Kam es deshalb zur größten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg? Werden Banker zu Recht als Gauner verurteilt? Journalist und Autor Ulrich Wickert fordert die Wirtschaftselite auf endlich Verantwortung zu übernehmen und sozialbewußt zu handeln.
 

 
 
 

Was uns Werte wert sein müssen


Ulrich Wickert analysiert die jüngste Finanzkriese und prangert den Werteverfall sowie die ethische Unabhängigkeit der Protagonisten des Turbokapitalismus an. Dabei ruft der ehemalige Anchorman der Tagesthemen die Gesellschaft zu einer neuen Debatte um Moral und Ethik auf. Die wesentlichen Punkte fasste Wickert in einem Interview auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2011 selber zusammen:

 

 

Mein Fazit


In seinem Anspruch und dem Aufruf, der Einzelne müsse in der Gesellschaft wieder mehr moralische und soziale Verantwortung übernehmen erinnert das neue Buch von Ulrich Wickert an Stephane Hessels Appell Empört Euch! aus dem vergangenen Jahr. Jedenfalls trifft Wickert mit seiner Forderung den Nerv der Occupy-Generation.

Wickert kritisiert nicht nur Banker, Spekulanten, Wirtschaftsbosse und Politker sonder vor allem auch die Wirtschaftswissenschaften. Er argumentiert mit Muhammad Yunus, dem bangladeschischen Wirtschaftswissenschaftler, der die große Schwäche in der Theorie des Kapitalismus sieht, die eine falsche, weil eindimensionale Vorstellung vom Wesen des Menschen hat. Dieser ist eben nicht immer auf die Maximierung seines Nutzens aus, und handelt stets rational. Nein, Menschen handeln aus den unterschiedlichsten Motiven und auf diese ist eine fehlgeleitete Wirtschaftstheorie nicht eingestellt. Nach Wickert kann es eine Lösung in Zukunft nur dann geben, wenn die “Mächtigen der Wirtschaftswelt” von der Vielschichtigkeit des Individuums überzeugt würden und eine neue Kultur von Ehrlichkeit und Fairness, in der die Würde des Einzelnen geachtet wird, einzieht.

Ein kurzes, kurzweiliges, vor allem aber intelligentes Hörbuch von einem Veteran des Nachrichtenjournalismus, Ulrich Wickert. »Redet Geld, schweigt die Welt«, gelesen von Autor selbst, lohnt sich.

Viel Spaß beim Nachhören!

 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 2

Spieldauer: ca. 160min. (gekürzte Lesung)

CDs: 2

Verlag: Hoffmann und Campe

Erschienen: 2011

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