Alberto Giacometti von Michael Esser

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Alberto Giacometti

Alberto Giacometti

Das Leben des Künstlers Alberto Giacometti war vielseitig und langsam zugleich – unaufgeregte Bohème und tiefes inneres Erleben, das ihn sein ganzes Leben hindurch auf eine Suche schickte: wie ist es möglich, die eigene Wahrnehmung von – und das Wissen über – Menschen gleichzeitig auszudrücken? Die Hördokumention von Michael Esser schildert Leben, Charakter, Schaffensphasen, Kriesen und Durchbrüche eines besonderen Künstlers.
 

 
 
 

Alberto Giacometti: Aus dem Leben eines Suchenden


Ein Junge in den Schweizer Bergen, umgeben von namenhaften Künstlern seines Landes, die mit wohlwollenden Blicken auf seine Zeichnungen und Gemälde schauen.

Ein Schüler auf der Kunstschule, umgeben von Aufgaben und Lehrern, die ihn nicht recht weiterbringen.

Ein junger Mann in Paris, umgeben von bedeutenden Künstlern, schriftstellern udn Phlosophen, die ihn faszinieren.

Ein Künstler in seinem Atelier, umgeben von Skizzen, Skulpturen und Gemälden, die ihn nur selten zufrieden stellen.

Ein Mann mitten im Leben, der nichts zu brauchen udn wollen scheint als die tagtägliche Auseinandersetzung mit seienr Arbeit – Jahrzehnt um Jahrzehnt.

Ein Suchender in der Welt, der niemals aufgibt, vielmehr immmer weiter sucht – und verwirft – und wieder von vorne beginnt – bis er zu den ganz großen gehört… der Künstler Alberto Giacometti.

 

 

Mein Fazit


Seine Figuren wirken wie Wesen von einem anderen Planeten: Alberto Giacometti. Michael Essers Hörbuch Alberto Giacometti: Aus dem Leben eines Suchenden ist eine Art Hördokumentation über den schweizer Zeichner, Maler und Plastiker. Chronologisch arbeiten sich die Erzähler von der Kindheit bis zur letzten Schaffensphase des Künstlers. Am bekanntesten dürfte u.a. das Werk Place sein, das auch auf dem Titelcover zu sehen ist. Giacometti setzte sich dabei erstmals in der Bildhauerei mit der Leere des Raumes auseinander. Themen wie Realismus und Metaphysik erhalten ein besodneres Augenmerk. Praktisch, das im Cover zu Hörbuch einzelne Werke und deren Bedeutung abgebildet und erläutert werden, so dass sich der Hörer sofort sein eigenes Bild machen kann.

Neben den Werken stehen auch immer wieder die Beziehungen, Bekanntschaften und Freundschaften im Mittelpunkt. Samuel Beckett oder Jean-Paul Sartre sind nur zwei der illustren Persönlichkeiten, mit denen Giacometti regelmäßig verkehrte. Auch ein Grund, warum Giacometti gerne als Bildhauer des französischen Existentialismus betitelt wird.

Durch die Dokumentation führen die beiden Sprecher Mark Brehmer und Anne Weber, wobei mir besodners Anne Webers sanfte Stimme sehr gut gefallen hat, auch weil sie ein wenig an Andrea Sawatzki erinnert. Zwischendrin trägt Holger Mahlich immer wieder Zitate vor, welche, untermalt von einem ansprechenden Sounddesign, zur richtigen Dynamik beitragen.

Ich habe mich lange nicht mehr so gut von einer Künstlerdokumentation unterhalten lassen.

Viel Spaß beim Nachhören!

 

 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 2

Spieldauer: ca. 62min. (ungekürzte Lesung)

CDs: 1

Verlag: Campfire Media

Erschienen: 2012

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