ARD-Hörspieltage: Deutscher Hörspielpreis vergeben

Sonntag, 14. November 2010

Deutscher Hörspielpreis 2010

Deutscher Hörspielpreis 2010

Die Gewinner stehen fest! Zum fünften Mal wurden in Karlsruhe im Rahmen der ARD-Hörspieltage (10. – 14. November) u.a. „Der Deutsche Hörspielpreis der ARD“ verliehen. Zehn ausgewählte Produktionen der ARD aus dem Jahr 2010 standen zur Wahl. Eine Jury aus Hörspielkritikern, Journalisten und Autoren kürte nun den Gewinner. Außerdem standen die selben 10 Stücke für den Publikumspreis, den „ARD Online Award“ zur Auswahl.
 

 

Die Preisverleihung


Zum fünften Mal in Folge wurden im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) und in der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe die „Oscars des Hörspiels“ vergeben. Wer nicht das Glück hatte zum großen Hörspiel-Festival nach Karlsruhe zu reisen, hatte Gelegenheit einen der Höhepunkte, die feierliche Preisvergabe, live am Samstagabend im Radio zu verfolgen.

Die „Nacht der Gewinner“ der ARD Hörspieltage in Karlsruhe ” wurde auf fast allen Radiosendern des ARD-Netzwerks live ausgestrahlt. Durch die Preisverleihung führten die Gastgeber Anja Höver und Walter Fitz, musikalisch begleitet von dem Quartett „Salu Salon“.

Mit Musik, Livelesungen und Anekdoten aus der Geschichte des Hörspiels gespickt, war es eine kurzweilige und keinesfalls anspruchslose Preisverleihung, die die ARD ihren Hörern hier präsentierte (davon können sich die Macher des „Bambi“ oder des „Fernsehpreises“ mal eine Scheibe abschneiden).

Zu den Illustren Gästen des Abends zählten, neben den Nominierten, Gewinner und Regisseuren auch die Schauspieler, wie z.B. Rufus Beck, der live auf der Bühne aus seiner letzten Produktion „Don Quijote“ vortrug.

Insgesamt wurden am gestrigen Abend fünf Auszeichnungen verliehen. Neben den Königsdisziplinen, dem „Deutschen Hörspielpreis“ und dem „ARD Online Award“, bei dem das Publikum vorab im Netz abstimmen konnte, gab es auch einen Preis „Premiere im Netz“ für die beste Produktion aus der freien Hörspielszene sowiezwei Preise für die Jüngsten, der “Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe” und der “Deutsche Kinderhörspielpreis”.

 

Deutsche Hörspielpreis und ARD Online Award


Im Fokus der Preisverleihung stand der „Deutsche Hörspielpreis der ARD” und der „ARD Online Award“. Dazu wurden von ARD und Deutschlandradio zehn Stücke eingereicht, die unter der Jury-Leitung von Uwe Kammann (Adolf-Grimme-Institut) öffentlich diskutiert wurden.

Ein Tipp! Für die Publikumsabstimmung im Internet waren die nominierten zehn Stücke im Internet abrufbar. Bis einschließlich 15.11. können die Hörspiele noch angehört und teilweise sogar runtergeladen werden! Hier gehts zum Download

 

 

Thilo Reffert ist der große Gewinner des Abends


2009 hatte Stefan Weigls Stück “Moment, das wird Sie interessieren!” Nutzer und Profikritiker gleichermaßen überzeugt. Er erhielt sowohl den “ARD Online Award” als auch den “Deutschen Hörspielpreis der ARD”. Die Jury lobte, wie eindrucksvoll das Hörspiel “auf sehr reale Abgründe unseres telekommunikativen Alltags” verweist. Und diese Meinung kann ich nach Hören des Vorjahressiegerstückes vollkommen bestätigen.

In diesem Jahr heißt der Gewinner in beiden Kategorien Thilo Reffert, mit seinem Hörspiel „Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgastzelle” (eine Produktion des MDR).

Die Jury lobte:

“Thilo Reffert entwickelt ein funkensprühendes Hörspiel über den Fall der Mauer. Mit glänzendem Wortwitz, erhellenden Anspielungen, atemberaubendem Tempo und präzise gesetzten Pointen zeichnet der Autor – immer gestützt vom kongenialen Regisseur Stefan Kanis – das Erlebnis der ersten Grenzüberquerung seiner Mutter und seiner Schwester nach.”

Reffert lag auch in der Gunst der Hörer ganz vorne und gewann auch den mit 2.500 Euro dotierten “ARD Online Award”. Leider habe ich Refferts-Stück und die anderen Siegerstücke noch nicht gehört. Zumindest aber die Hörproben, die von dem Gewinner in der Kategorie „Premiere im Netz“ eingespielt wurden (das Hörspiel „Kennst Du schon Ken?”), einem Stück über den Social-Network-Wahn von Autor Simon Kamphans (siehe Interview mit Was geht!? KA) haben mich richtig neugierig gemacht.

 

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