Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff | Hörbuch Blog: die besten Hörbucher und Hörspiele

Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff

Samstag, 17. Dezember 2011

Eichendorffs Taugenichts

Eichendorffs Taugenichts

Ein Literaturklassiker der Romantik als Hörbuch: »Aus dem Leben eines Taugenichts« von Joseph von Eichendorff. Ein Müllerssohn streift auf der Wanderschaft umher, verliebt sich in eine Hofdame und erlebt zahlreiche Abenteuer, die ihn bis nach Rom führen. Die Sehnsucht nach seiner Liebe treibt ihn allerdings wieder in die Heimat, wo sich alle Verwirrungen auflösen. Eine wundervolle, märchenhafte Novelle mit dem poetischen, romantische, Lebensgefühl jener Zeit, vorgetragen von Mathias Kahler.
 

 
 

Aus dem Leben eines Taugenichts als Hörbuch


Sehnsucht nach der Ferne führt den jungen Sohn eines Müllers in die Welt hinaus, in der er sein Glück machen will. Mit seiner Geige streift er ziellos umher und lässt sich sein Schicksal von Zufällen und Abenteuern bestimmen, deren erstes ihn auf ein Schloss in der Nähe Wiens führt. Hier wird er Gärtnerbursche und Zolleinnehmer und verliebt sich – “ewiger Sonntag des emüts” in eine der “schönen Damen” des Schlosses, Aurelie.

Doch treibt die Unerreichbarkeit der Schlossdame den jungen Taugenichts dazu, seine Wanderung fortzusetzen. Sein Weg führt nach Italien, wo er sich in eine bunte und geheimnisvolle Kette von Verwechslungen, abenteuerlichen Nachstellungen und Liebeleien unter verkleideten Gräfinnen, Bauern, Malern und Musikanten verwickelt, bis ihn endlich die Sehnsucht nach der Heimat und nach Aurelie von Rom fortlocken.

Mit einer Schar musizierender Studenten aus Prag kehrt er auf einem Donauschiff zum Schloss zurück und erfährt, dass die unnahbare Dame keine Gräfin, sondern eine Nichte des Schlossportiers ist und ihn liebt. Die undurchsichtige “Konfusion mit den Herzen” entwirrt sich, man heiratet – “und es war alles, alles gut!”.

 

Über Joseph von Eichendorffs Novelle


Die Novelle von Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) erschien 1826. Sie gilt als bezeichnendstes literarisches Dokument für das Lebensgefühl der Spätromantik. Fließende Schwerelosigkeit und Leichtigkeit zeichnen diese wunderbare Erzählung aus. Die stärkste und unmittelbarste Wirkung aber geht von dem Reichtum der Eichendorff’schen Sprache an stimmungsbetonten Adjektiven aus, wie er sich in moderner Prosa seit der Romantik kaum mehr findet.

Der bewusst naive Ton der Novelle, in die Eichendorff einige seiner schönsten Gedichte eingestreut hat – “Wem Gott will rechte Gunst erweisen”, “Wer in der Fremde will wandern”, “Wenn ich ein Vöglein wär”, “Schweigt der Menschen laute Lust”, sucht sich dem des Märchens anzunähern.

 

Mein Fazit


Der Klassiker »Aus dem Leben eines Taugenichts« von Joseph von Eichendorff als Hörbuch. In seiner poetischen udn vielfältigen Sprache ein Meisterwerk wie es nur die Romantik hervorbringen konnte. An manchen manchen Stellen trägt der Sprecher Mathias Kahler etwas zu enthusiastisch vor. Insgesamt ist diese Produktion aus dem Jahre 2002, auch wegen der musikalischen Interludien (String Quartett op. 50 No.5) ein echter Hörgenuss!

Viel Spaß beim Nachhören!

 

 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 2

Spieldauer: ca. 230min. (gekürzte Lesung)

CDs: 3

Verlag: Langen-Müller Audio Books

Erschienen: 2002

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