Der Vogelmann von Mo Hayder

Montag, 7. März 2011

Der Vogelmann von Mo Hayder

Der Vogelmann von Mo Hayder

Der Thriller »Der Vogelmann« war das Debut von Mo Hayder. Mich hat es nicht wirklich vom Hocker gerissen. Für mich ist der Erstling der englischen Krimiautorin ein klassicher Fall von Effekthascherei. Die besonders abartigen Verbrechen des Täters schocken nur einen kurzen Moment, den dann verstrickt sich die Autorin in der Handlungsführung. Auch der Sprecher, der Kölner Tatortkommisar Dietmar Bär, wirkt auf der Insel deplatziert. Ein mittelmäßiger Krimi.
 

 
 
 

Inspector Jack Cafferys erster Fall


Als Detective Inspector Jack Caffery nach durchzechter Nacht seinen Rausch ausschlafen will, klingelt das Telefon: Auf einem Brachgelände in der Nähe der Themse wurden die Leichen von fünf Frauen gefunden. Die Obduktion ergibt, dass Caffery und seine Kollegen es mit einem Serienkiller zu tun haben, den sie den “Vogelmann” nennen. Vier der fünf Opfer, so zeigen erste Ermittlungen, waren drogenabhängige Prostituierte, die niemand vermisste. Und ihr Mörder scheint schon bald gefasst:

Für Cafferys Kollegen Diamond ist klar, dass ein schwarzer Drogendealer die Frauen auf dem Gewissen hat, Polizei und Bevölkerung können aufatmen. Doch Caffery verfolgt eine ganz andere Spur. Gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten und obendrein im Kampf mit privaten Problemen ermittelt er weiter. Erinnerungen aus der Kindheit holen ihn ein, Erinnerungen an seinen Bruder, der eines Tages beim Spielen spurlos verschwand und möglicherweise ermordet wurde. Obwohl die beiden Fälle offenbar nichts miteinander zu tun haben, kann Caffery den Gedanken an die damaligen Ereignisse nicht mehr abschütteln. Seine Suche nach dem mysteriösen “Vogelmann” führt ihn schließlich in das Dog and Bell, ein Pub, in dem die Opfer ihre Freier suchten. Hier lernt Caffery auch die Malerin Becky kennen, die Bilder von den Mädchen im Dog and Bell malt. Caffery ist schon bald von Becky fasziniert, und sie ist es auch, die ihn auf die Fährte des Mörders bringt. Doch dann fehlt von Becky plötzlich jede Spur…

 

Mein Fazit


Das Hörbuch »Der Vogelmann« von Mo Hayder ist, von den Perversionen und Gewaltexzessen des Täters einmal abgesehen, durchschnittliches Krimivergnügen. Der Schreibstil der Autorin in diesem Buch lässt zu wünschen übrig und vor allem die Sprünge im Handlungsverlauf verhindern die Erzeugung eines Spannungsbogens (villeicht ist das auch der gekürzten Hörbuchversion geschuldet).

Zudem war für mich Sprecher DietmarBär gewöhnungsbedürftig. Mein Lieblingstatorkommissar ist für mich zu sehr als Currywurst und Kölschstürzender deutscher Ermittler vorbelastet, so dass ich ihm den Vortrag eines englischen Falls nicht ganz abkaufen konnte. Insgesamt ein mittelmäßiger Thriller ohne Überraschungseffekte.

 

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 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 1

Spieldauer: ca. 273min. (gekürzte Lesung)

CDs: 4

Verlag: BMG Wort

Erschienen: 2007

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