Die Brücken der Freiheit von Ken Follett

Montag, 30. Mai 2011

Die Brücken der Freiheit

Die Brücken der Freiheit

Das Hörbuch zu Ken Folletts »Die Brücken der Freiheit« hat mich nicht vom Hocker gehauen. Klingen Epoche der Handlung (18. Jahrhundert) und der Klappentext zunächst noch vielversprechend: “Das abenteuerliche Leben zweier Menschen auf der Suche nach Freiheit”, kommt Folletts Schmonzette doch zuweilen blechern und unglaubwürdig wie Dailysoaps aus dem Vorabendprogramm daher.
 

 
 
 

Als die Menschheit in die neue Welt aufbrach


Ken Folletts »Die Brücken der Freiheit« spielt im Schottland des 18. Jahrhunderts. Die Menschen, die in den Bergwerken von Sir Georg Jamissons arbeiten, sind mit ihrem Leben unzufrieden. Es bewegt sie trotz der unmenschlichen Arbeitsbedingungen, Hunger und Kälte hauptsächlich ein Gedanke: Ihre Freiheit! Schon die Neugeborenen werden bei der Taufe dem zukünftigen Arbeitgeber als Arbeitssklaven übereignet. Der junge McAsh lehnt sich gegen die Zwangsarbeit auf, doch selbst als er nach London flieht, sind auch hier die Arbeitsbedingungen für Kohlelöscher katastrophal.

Doch McAsh kämpft, gründet einen eigenen Entladetrupp der keine Abgaben an die üblichen Vermittler bezahlt. Diese Vermittler können die Schiffsbesitzer dazu überreden, McAshs Trupps zu boykottieren, wogegen sich die mit einem Streik wehren. Die Streikenden, mit McAsh an der Spitze, werden zu einer Auseinandersetzung provoziert und McAsh wird eingesperrt. Bei der Verhandlung wird sein Todesurteil durch den Einfluss einer wohlhabenden Bekannten aus Schottland in eine Deportation in die Neue Welt umgewandelt und McAsh landet in den Transporträumen eines Schiffes. In Virginia angekommen trifft er dort auf Lizzi Jamisson, die Frau, die ihm einst zur Flucht verholfen hat und dabei ihr eigenes Glück als Preis zahlte.

 

 

Mein Fazit


Ken Folletts »Die Brücken der Freiheit« versprachen – nach einem Blick auf den Klappentext – inhaltlich zunächst ein wirklich interesantes Szenario; besonders die Epoche, in der die Handlung spielt, klang reizvoll: 1767 (18. Jahrhundert) Aufstand der Unterdrückten; auf zu neuen Ufern; Pioniergeist; Aufklärung und Klassenkampf. Das alles findet man in »Die Brücken der Freiheit« auch… irgendwie, doch kommt Folletts Schmonzette zuweilen stumpf und blechern wie Dailysoaps aus dem Vorabendprogramm daher. Glaubwürdiger Historienroman geht anders.

Besonders die grausam frivole Einleitiungsmusik hat mich bei diesem Hörbuch abgeschreckt (hört es Euch einfach selbst oben im Ausschnitt an). Sprecher Philipp Schepmann war zu Beginn stark gewöhnungsbedürftig, sorgt aber doch für den einen oder andern Pluspunkt bei dieser Produktion. Ob es an der stark gekürzten Fassung liegt mag ich nicht beurteilen (habe das Buch nicht gelesen), aber im Gesamtbild mach diese Produktion eher den Eindruck von 1B-Ware. Kann man sich schenken.

 

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 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 4

Spieldauer: ca. 360min. (gekürzte Lesung)

CDs: 5

Verlag: BAstei Lübbe

Erschienen: 2010

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