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Montag, 30. August 2010

Extraleben von Constantin Gillies

Extraleben von Constantin Gillies

Nostalgiker, Retromanen, Geeks, Nerds und Fans der 80er Jahre aufgepasst! Constantin Gillies Roman „Extraleben“ wird vor allen Dingen denjenigen unter Euch gefallen, die bereits in den 1980ern in Spielhallen oder auf Spielkonsolen wie Atari VCS 2600 und dem Commodore 64 ( kurz C64) um Ihre ersten Highscores gedaddelt haben. Aber nicht nur: Gillies intelligent geschriebener Roman ist ein Sammelsurium an Fakten, Erinnerungen und Anekdoten rund um Videospiele, Filme, Musikkünstler und amerikanischer Popkultur der Eightys. Wer Gillies Buch liest, kann noch einmal abtauchen in die Welt der Steckmodule, Datasetten und billigem Synthiesound. Kurz gesagt: Ein klasse Roman!
 

 
 

Ein Abenteuerroman für die Generation Commodore 64


Eigentlich wollen Nick und Kee nur ihren Commodore 64 abstauben. Noch einmal in die Welt von Space Invaders, Pac-Man und Donkey Kong zurückreisen. Doch der Nostalgietrip endet mit einer Überraschung: In einem Spiel aus den Achtzigern entdecken die alternden Joystickhelden eine geheime Botschaft: “WELCOME TO DATACORP”. Plötzlich erwacht der alte Hackerinstinkt wieder. Die Freunde gehen im Dschungel der Bytes auf die Jagd – und entdecken eine weitere Spur: Sie führt nach Iowa, mitten in die amerikanische Provinz. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Von der digitalen Schnitzeljagd magisch angezogen, tritt das Duo die Reise in die USA an. Für die Hobby-Computerarchäologen beginnt eine Odyssee um die halbe Welt – und durch die Geschichte der Games. Doch am Ende wird das Spiel ernster, als die Freunde ahnen.

 

 

Zwischen Pubertät und Midlifecrisis


Die meisten, für die einst in den 80ern C64, Atari 2600 & Co. der Mittelpunkt des Lebens war, haben inzwischen den Weg in die Wirklichkeit gefunden, sich aber ein wenig Sehnsucht nach der aufregenden Computer-Pionierzeit bewahrt.

Genau davon handelt das Buch „EXTRALEBEN”, von zwei weitgehend normalen Enddreißigern, gefangen zwischen Pubertät und Midlifecrisis, die der Eintönigkeit ihres Lebens entfliehen, nachdem sie einer Verschwörung auf die Spur kommen, die sie unvermittelt in ihre Hacker-Tage zurückversetzt.

Mein Fazit


Auch wenn der eigentliche Plot arg konstruiert daher kommt (Hacker finden geheime Botschaft in einem Computerspiel und kommen bei Ihren Recherchen rund um die Welt einer geheimen Organisation auf die Spur) überzeugt Gillies Roman durch seinen genialen Retropunk.

Ein Buch, das nicht nur Computernostalgikern, die sich an Ihre „verschwendete“ Jungend zwischen Spielhalle und Keyboard erinnern gefallen wird. „Extraleben“ ist auch ein Genuss für alle Roadmoviefans, die hier einen so detaillierten Tripp über die Highways der Vereinigten Staaten vorgelegt bekommen, dass sich das „Roast Beef with brown sauce“ einem förmlich auf die Zunge legt. Man möchte nach der Lektüre eigentlich nur noch die nächste Maschine besteigen und die Truck Stopps der Südstaaten erkunden.

 

Über den Autor


Constantin GiIlies ist Jahrgang 1970 (geboren in Bonn) und arbeitet als freier Journalist und Buchautor. Er schreibt unter anderem für Die Welt, Welt am Sonntag, Computer Zeitung, Financial Times Deutschland, Computer Woche und Weltwoche (Zürich).

Im August 2010 erschien bereits die Fortsetzung des Romanes mit dem Titel „Der Bug“. Leider sind beide Bücher noch nicht als Hörbuch erhältlich. Sobald diese veröffentlicht werden, erfahrt Ihr das natürlich hier.

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