Offtopic: Gesichertes von Hanna Lemke

Donnerstag, 29. April 2010

Gesichertes von Hanna Lemke

Gesichertes von Hanna Lemke

Heute steht mal kein Hörbuch im Rampenlicht, sondern ein klassisches Druckerzeugnis: Schwarze Buchstaben auf weißen Seiten (so etwas soll es ja auch noch geben). Jedenfalls wünsche ich mir, das dieses Buch recht bald als Hörbuch erscheint. Verdient hätte es das. »Gesichertes« heißt das Debüt der gebürtigen Wuppertalerin Hanna Lemke. In 18 Kurzgeschichten fängt die junge Autorin Stimmung und Zustand ihrer Generation ein ohne dabei den nervigen Pop-Sound ihrer Vorgänger/Vorgängerinnen anzustimmen. Junge Menschen auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Gutes Buch!
 

 

Die Selbstfindung der Generation-Praktikum


Nichts ist gesichert in diesen Geschichten, die Liebe nicht und schon gar nicht das Einkommen. Die jungen Frauen und Männer ziehen durch die Clubs und Kneipen der Städte genauso wie durch ihre Wohngemeinschaften und Jobs. Zu jung, um etabliert, zu alt, um sorglos zu sein, lassen sie sich treiben durch eine Welt voll verbrauchter Gesten und beobachten dabei mit verstörender Empfindsamkeit sich selbst und die anderen.

Alles, was Georg besitzt, passt in eine Reisetasche, und wenn ihm langweilig wird, zieht er wieder aus. Doch solange er da ist, ist es schön. Katrin sieht überall Idioten, eigentlich müsste sie immer eine Knarre dabei haben. Und das Glück, das Milan immer hatte, auch bei seinem Autounfall, wollte er vermutlich gar nicht.

Video: Hanna Lemke liest Pärchenabend

Video: Hanna Lemke liest Pärchenabend

Hanna Lemke (geboren 1981 in Wuppertal, studierte in Leipzig, lebt in Berlin) erzählt ihre Geschichten ohne großen sprachlichen Pomp. Ihre Stories leiden auch nicht unter massenkompatibler Koprolalie, wie viele Werke von anderen Schriftstellern (und vor allem Schriftstellerinnen) ihrer Generation. »Gesichertes« ist Alltagspoesie, mit einfachen aber klaren Worten. Schön zu lesen.

Hier könnt ihr »reinhören«!


Wer Lust auf eine Kostprobe hat, der kann sich bei zehnseiten.de eine komplette Geschichte von der Autorin höchstpersönlich vorlesen lassen. Das Projekt Zehnseiten will Literatur im Internet angemessen präsentieren und gibt jungen Autoren die Gelegenheit »zehn Seiten« ihrer Werke vor der Kamera vorzutragen. Dort findet ihr auch weitere Videos von Autoren, wie z.B. Benjamin von Stuckrad-Barre oder dem Düsseldorfer Jan Weiler.

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