Merlin der Magier von Richard J. Lionheart und Jürgen Fritsche | Hörbuch Blog: die besten Hörbucher und Hörspiele

Merlin der Magier von Richard J. Lionheart und Jürgen Fritsche

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Merlin der Magier

Merlin der Magier

Merlin der Magier und seine Freunde bestehen aufregende und lustige Abenteuer auf ihren Zeitreisen. Seine Freunde, das sind der Hund Charlie (eigentlich Lady Charlotte of Bedford-Marlborough-Northumberland) und Baron Didier du Dournazac aus Frankreich. Auf einer ihrer Reisen ins 17. Jahrhundert treffen sie den jungen Ritter Rheinhardt von Rüdesheim, der während des dreißigjährigen Krieges geboren ist. »Merlin der Magier« ist eine lustige neue Mitmach-Hörspielreihe für Hörer von 8-88 Jahre, die mit Witz und Verstand gleichzeitig aufwartet.
 

 

Merlin der Magier – Episode 1: Die neue Hörspielserie für Hörer von 8-88 Jahre!


Auf einer ihrer Reisen ins 17. Jahrhundert treffen Merlin und seine Freunde den jungen Ritter Rheinhardt von Rüdesheim, der während des dreißigjährigen Krieges geboren ist. Auf dessen Bitten nimmt Merlin Rheinhardt mit auf eine Zeitreise ins Paris des Jahres 1834! Und dort beweist der clevere junge Ritter Rheinhardt in einer spannenden und lustigen Rettungsaktion, dass er ein würdiges Mitglied der Gruppe um Merlin ist!

Hörspiele machen Spaß und sind aus der Kindheit eines jeden Einzelnen kaum wegzudenken. Das sie auch lehrreich sein können stellt ZYX Hörbuch ab dem 9. Dezember 2011 unter Beweis, wenn Merlin der Magier mit Folge 1: Merlin trifft Rheinhardt von Rüdesheim an den Start geht.

 

Interaktiver Hörspielspaß!


Auf einer augenzwinkernden Reise durch die Geschichte der Menschheit erlebt er mit seinen Freunden spannende Abenteuer, die mit realen Daten der Vergangenheit verwoben sind. Als Zusatz werden wichtige Personen sowie Daten der Zeitgeschichte im Booklet (Auszüge daraus finden Sie hier) nachzulesen sein, um das neuerworbene Wissen auf leichte Art und Weise zu festigen.

Der Clou der weiteren Folgen wird unter anderem darin bestehen, dass ZYX Hörbuch die Protagonisten des Hörspiels lebendig und mitgestaltbar machen lassen möchte. Somit wird Merlin in eigenen Social Media Kanälen wie z.B. Facebook und Twitter unterwegs sein und von Zeit zu Zeit persönlich zu seinen Hörern sprechen. Des Weiteren sind kleine Ausschreibungen beispielsweise in Form von Malwettbewerben geplant, um Merlin’s Freunden ein Gesicht zu geben oder neue Ideen in kommende Folgen einfließen zu lassen.

 

Spicken: Mit der Hörprobe und der Lesprobe


»Merlin der Magier« Abenteuer sind ab dem 09.12.2011 im Handel erhältlich!. Wer solange nicht warte möchte, der kann vorab schon einmal hier hineinhören: Zur Hörprobe!


Merlin, der Magier: Merlin trifft Rheinhardt von Rüdesheim. Kapitel 6: Eine brenzlige Situation!

Didier du Dournazac brach als erster das grimmige Schweigen: „Los, Du kleiner ässlischer Esse, beleidige misch noch einmal, wenn du disch traust.“
Und Rheinhardt schrie: „Wenn ich mich trau? Wovor sollte ich mich denn fürchten? Vor Dir
etwa? Pah, Dir zieh ich doch die Hosen aus und Du merkst es noch nicht einmal! Äh, hab ich
Hosen gesagt? Ich meine natürlich Dein Zirkuszelt!“

Didier zischte:„Das reischt. Merlin, du ast zwei Sekunden, ansonsten weißt Du, was
passiert.“ Merlin antwortete: „Alter Freund, beruhige Dich. Ich gebe zu, wir haben’s hier mit einem
Holzkopf erster Güte zu tun, aber ich bitte Dich: Lass mich mal machen.“
Didier grummelte: „Quel cretin“, und steckte sein Schwert wieder ein. Rheinhardt, noch
immer auf hundert, rief: „Was hat er gesagt? Was hat er gesagt? Hat er mich beleidigt? Dem
werd ich helfen!“

Merlin sagte gar nichts. Er streckte seinen rechten Zeigefinger aus und tippte damit gegen
Rheinhardts Stirn. Augenblicklich erstarrte dieser zu einer Salzsäule. Nur seine braunen
Augen fuhren wie wild in ihren Höhlen umher.

Merlin fauchte: „Ritter Rheinhardt von Rüdesheim! Bist Du von allen guten Geistern
verlassen? Was denkst Du eigentlich, wer Du bist? Sich hierhin zu stellen und französische
Edelmänner zu beleidigen! Vor ner halben Stunde hast Du wegen des Krieges noch geheult
wie ein Schlosshund – und jetzt stehst Du hier mit dem Schwert in der Hand und willst
wegen nichts und wieder nichts einen Kampf auf Leben und Tod anfangen!
Kapierst Du nicht, dass genau solches Verhalten der Auslöser für Kriege ist? Wenn man
andere nur deshalb attackiert, weil sie anders sind und anders reden?
Darüber denk jetzt mal schön in Ruhe nach. Und wenn Du meinst, Du hättest Dich wieder
unter Kontrolle, zwinkere zwei Mal mit den Augen.“

Rheinhardt stand eine Weile da. Dann schlug er die Augen nieder. Schließlich sah er Merlin
an und zwinkerte zwei Mal. Merlin tippte wieder mit dem Finger gegen seine Stirn. Und siehe
da: Rheinhardt konnte sich wieder bewegen! Als erstes steckte er sein Schwert weg.

Dann sagte er: „Es tut mir leid, Merlin. Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist. Früher war ich
nicht so. Aber seitdem wir dauernd kämpfen müssen, gehen manchmal die Pferde mit mir
durch! Und hinterher bereue ich es dann. Wirklich, Merlin, es tut mir echt leid.“

Merlin blickte ernst und sagte dann versöhnlich: „Ich weiß, der Krieg macht die Menschen
krank. Du musst einfach wieder lernen, Dich im Zaum zu halten. Und bei mir musst Du Dich
nicht entschuldigen, sondern bei Didier hier. Und – der guten Form halber – solltest Du
wissen, dass er mit vollem Namen Didier Baron du Dournazac heißt. Ein Baron, das ist ein
Freiherr. Wir machen eigentlich im Team um solche Dinge kein großes Gewese, aber Didier
steht im Adelsrang über Dir! Und wenn man es ihm vielleicht auch nicht sofort ansieht: Er
hätte Dich ohne mit der Wimper zu zucken tranchiert! Er ist der beste Schwertkämpfer
Frankreichs!“

Wieder stand Rheinhardt eine Weile regungslos da. Dann stellte er sich vor Didier du
Dournazac – und ging auf ein Knie herunter. Er beugte seinen Kopf und sagte: „Ehrenwerter
Herr Baron du Dournazac. Ich entschuldige mich aufrichtig für meine Frechheiten. Es soll
nicht wieder vorkommen. Ich hoffe, Ihr könnt mir vergeben.“

Der Hund Charlie – genauer gesagt Lady Charlotte of Bedford-Marlborough-Northumberland
– stand nun auf Augenhöhe mit Rheinhardt. Sie zwinkerte ihm zu und flüsterte: „Gut
gemacht, Rheinhardt! Genau der richtige Tonfall. Wie ein englischer Gentleman!“
Didier du Dournazac war sichtlich erstaunt und auch ein kleines bisschen verlegen.
„Mon Dieu“, sagte er. „Eines muss isch sagen: Schnell bist Du. Eben noch willst Du Disch
von mir töten lassen und jetzt bittest Du misch um Verzeiung. Alors: Reinart. Steh auf.“

Rheinhardt stand auf. Didier sagte: „Reinart, auch isch bitte Disch um Verzeiung. Isch bin
nun mal Franzose. Wir sind ein wenisch aufbrausend. Und für Disch sind all diese neuen
Dinge etwas viel auf einmal. Ier, nimm meine And. Vergeben und vergessen, oui?“ Und er
streckte Rheinhardt seine riesige Hand hin. Rheinhardt schüttelte sie kräftig.
Charlie sagte: „Respekt, Didier! Als Ranghöherer hättest Du das nicht tun müssen! Das ist
eine schöne Geste – auch wenn das Protokoll sie nicht vorsieht!“

Merlin seufzte und sagte: „Na gut. Nachdem wir festgestellt haben, dass es keinen Grund
gibt, uns gegenseitig umzubringen, könnten wir eigentlich interessantere Dinge in Angriff
nehmen. Hört zu: Rheinhardt hier ist bereits einmal in der Zeit zurückgereist. Scheint ihm
ganz gut gefallen zu haben. Und irgendwie habe ich mich breitschlagen lassen, mit ihm eine
Reise in Zeit UND Raum zu machen. Das ganz große Programm also. Und deshalb hab ich
Euch hergebeten. Also: Wo soll’s hingehen? Und in welche Zeit? Vorschläge? Hm?
Reisegruppe?“

Charlie sagte: „Wir könnten endlich einmal wieder die feine englische Küche in Augenschein
nehmen. Was haltet Ihr von London im 19. Jahrhundert?

Didier stöhnte auf und sagte: „Feine englische Küche? Was für ein Widerspruch in sisch! Da
können wir auch gleisch ierbleiben! No no no, mes amis, isch ab eine großartige Idee.
Merlin, weißt Du noch, das errlische Diner in Paris, damals, mit Napoleon Bonaparte und
seiner Josephine? DA sollten wir mal wieder in. Aben wir uns auch verdient, finde isch. Wir
aben viel gearbeitet in letzter Zeit. Es wird Zeit für eine Belohnung, n’est pas?“

Merlin drehte verzückt die Augen nach oben und sagte: „Ahhh, das Le Grand Véfour meinst
Du? In der Nähe vom Louvre? Ja, das ist eine hervorragende Idee! Was meint Ihr anderen?“
Charlie sagte leicht eingeschnappt: „Na gut, das Le Grand Véfour tuts auch – auch wenn es
dort keinen englischen Hammelbraten mit Minzsoße gibt!“

Und Rheinhardt rief begeistert: „Paris? Ich habe schon davon gehört! Paris soll sehr groß
sein. Mein Onkel hat mir erzählt, dass dort über 100.000 Menschen leben!“
Merlin grinste Rheinhardt gönnerhaft an und sagte: „100.000? Bübchen, wir reisen ins Paris
des Jahres 1834. Was Du jetzt erlebst, wird Dir Deine schicken Stiefel ausziehen!“ Er ergriff
den plötzlich in der Luft schwebenden Zauberstab und sagte: „Stellt Euch im Kreis auf,
Freunde. Es geht los!“ Dann sagte er: „Tempus fugit, hora ruit, time travel is easy, you just
have to do it!“ Und Rheinhardt vernahm ein Zischen, das ihm mittlerweile bekannt vorkam.

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