Perm von Joachim Sohn

Montag, 27. Dezember 2010

Perm von Joachim Sohn

Perm von Joachim Sohn

Das passende Hörbuch für kalte Schneetage: »Perm« von Joachim Sohn entführt uns in eine außergewöhnliche Zeit, denn Keldris, der Held dieser Geschichte, lebte vor 250 Millionen Jahren und agiert vor dem Hintergrund einer aufkommenden Eiszeit und des größten bekannten Massenaussterbens der Erdgeschichte. Die abenteuerliche Reise des jungen Urzeithelden beginnt, als dieser seine Freundin Kandia an die höher entwickelten Manoii verliert. Ein solider Fantasy-Roman für ein junges Publikum.
 

 
 
 

Perm – Eine Urzeit-Heldenreise


Eine Ausgrabung sorgt für eine wissenschaftliche Sensation: In einer uralten Grabstätte finden Anthropologen die Skelette einer unbekannten Spezies, von säugertierähnlichen Nagern. Deren Hinterlassenschaften sind drei mikroskopisch kleine Bücher.

Schon bald steht fest, die Skelette und Aufzeichnungen stammen aus dem Erdzeitalter des Perm, an dessen Übergang zur Trias das erste große Massenaussterben von Kleinstlebewesen stattfand. Fieberhaft sind die Anthropologen darum bemüht, Wort für Wort aus den Büchern zu übersetzen. Die Forscher fördern eine prähistorische Kultur ans Tageslicht, die der unseren nicht unähnlich ist.

Die Bücher erzählen von den Überlebenskämpfen der Kleinstlebewesen vor 250 Millionen Jahren. Die friedlichen Nager Tennuri, den kriegerischen, hochentwickelten Manoii und deren Gegnern, die Suriin. Im Mittelpunkt der Heldensaga steht der junge Tennuri-Nager Keldris, der seine Freundin Kandia an die Manoii verliert und sich fortan entscheidet um Kandias Liebe zu kämpfen. Für die Liebe seines Lebens entscheidet er sich in den Krieg zu ziehen und erfährt das Abenteuer seines Lebens.

 

 

Über den Autor: Joachim Sohn


Joachim Sohn studierte Philologie in Mainz, Konstanz und Berlin sowie an der Animation School in Hamburg. Anschließend arbeitete er als Trickfilmzeichner für verschiedene Studios. Heute ist Joachim Sohn Animation-Director in einer Werbeagentur und lebt in Düsseldorf. Er ist nicht nur ein begabter Geschichtenerzähler sondern auch Zeichner. Sein Können stellt er u.a. mit dem Trailer zu seinem Hörbuch unter Beweis, den er, wie auch das Cover zum Hörbuch, selbst kreierte. Wer mehr über den Autor und sein zeichnerisches Können erfahren möchte., dem empfehle ich das Blog http://walkingmills.blogspot.com/

 

Mein Fazit


Joachim Sohn nimmt sich in Perm viel vor, verspricht er im Prolog nicht weniger als eine Urhrzeit-Illias abzuliefern. Dies gelingt teilweise. Tatsächlich stellt er seine Geschichte vor einen äußerst spannenden Hintergrund, nämlich an die Perm-Trias-Grenze und das größte bekannte Massenaussterben der Erdgeschichte. Sohn fokussiert sich nicht auf diesen Umstand, sondern nutzt ihn als Rahmenhandlung für die eigentliche, spannende Heldenreise des jungen Tennurikriegers Keldris. Die Idee, eine uns unbekannte, aber dem Menschen sehr ähnliche Lebensform in den Mittelpunkt seiner Geschichte zu stellen, halte ich für ungewöhnlich aber gelungen. Auch wenn Sohns »Perm« eher auf eine jüngere Zielgruppe abzielen dürfte, fühlte ich mich von der Geschichte und den – hier und dort fast schon philosophischen – Dialogen gut unterhalten.

Abzüge gibt es für dieses Hörbuch leider in der B-Note, denn diesem Werk hätte ein gründlicheres Lektorat gut getan. Der sehr dialoglastige Roman leidet an manchen Stellen unter dem redundanten Sprachgebrauch des Autors, besonders dann wenn es darum geht, wie etwas von einem Protagonisten gesagt wird. Hier hätte man mehr auf das Können von Sprecher Oliver Scheffel setzen sollen, der immer wieder positive Akzente setzt und mir gut gefallen hat.

»Perm« von Joachim Sohn ist unter dem Strich ein solider Fantasy-Roman, der bei einem jungen Publikum gut aufgehoben ist.

Viel Spaß beim Nachhören!

 

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 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 3




Spieldauer: ca. 777min. (ungekürzte Lesung)

DVDs: 1

Verlag: Action Verlag

Erschienen: 2010

  • Dez 27th, 2010 at 13:39 | #1

    Danke für Deine Rezension und Deine ehrliche Meinung. Das kommende Manuskript wird ohne vorheriges professionelles Lektorat sicher nicht mehr in Produktion gegeben.

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