Rausch von John Griesemer

Sonntag, 8. Mai 2011

Rausch von John Griesemer

Rausch von John Griesemer

»Rausch« von John Griesemer in einer sensationellen Hörspielumsetzung von Leonard Koppelmann: Es ist die Epoche, als der Strom den Dampf ersetzt, als Gegenwart und Zukunft kollidieren und Visionäre die Grenzen des Machbaren überwinden. Der junge amerikanische Ingenieur Chester Ludlow arbeitet in dieser Zeit fieberhaft an einem Pionierprojekt: An Bord des größten Schiffes der Welt, der „Great Eatern“, soll er die erste Telegraphenleitung durch den Atlantik legen. Eine Geschichte über Himmelsstürmer, Gescheiterte und vom Mut des Aufbruchs in eine neue Zeit.
 

 

Der Mensch an der Schwelle zur Moderne


Wir schreiben das Jahr 1857, die Welt windet sich in den Geburtswehen der Moderne: Das erste Telegraphenkabel zwischen Europa und Amerika soll durch den Atlantik verlegt werden, doch es reißt wieder und wieder. Das größte Schiff aller Zeiten soll es zu Wasser bringen, aber der Stapellauf mißlingt. Das Lebenswerk des Ingenieurs Chester Ludlow gerät in Gefahr, als er der schönen Frau Lindt begegnet, denn auch in ihrer Liebe treffen zwei Welten aufeinander. Als die Kabelverlegung dann 1866 ist er nicht mehr dabei. Stattdessen kehrt er endlich zu seiner Frau zurück, die noch schwerer als er über den Tod ihrer epilepsiekranken Tochter hinweg kam.

»Rausch« erzählt von Himmelsstürmern und Gescheiterten, von verbotenen Leidenschaften, vom Glauben an die Technik und ans Übersinnliche, vom Bürgerkrieg und vom Mut des Aufbruchs in eine neue Zeit.

 

Über den Autor: John Griesemer

John Griesemer wurde 1947 in New Jersey geboren und lebt heute mit seiner Familie in New Hampshire. Bevor er große Erfolge als Schriftsteller feiern konnte, machte er als Schauspieler von sich Reden. Griesemer spielte in international erfolgreichen Filmen wie „Malcom X“ und an der Seite von Tom Cruise in „Tage des Donners“.

2001 erschien sein erster Roman „No one thinks of Greenland“, ein Buch über den Wahnsinn des Krieges (das Buch wurde übrigens unter dem Titel „Guy X“ verfilmt). 2003 folgte „Signal & Noise“ (auf deutsch „Rausch“), ein Roman der ihn hierzulande zu dem Ruf, einer der wichtigsten Autoren Amerikas zu sein einbrachte. Von Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung „LESEN!“ geadelt und von sämtlichen Feuilletons gefeiert, stand das Buch in Deutschland mehr als fünf Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste.

 

Mein Fazit


Dieses Hörspiel darf sich mit gutem Recht das Label „Kino für die Ohren“ (ich würde sogar noch einen draufsetzen und sagen „eine Zeitreise für die Ohren“) anhängen. »Rausch« ist ein opulentes Meisterwerk: Ob die Beschreibungen des Stapellaufs der „Great Eastern“ oder die Vorführungen der Gaukler im Phantasmagorium; von der ersten bis zur letzten Minute fesselt (um der Phrase vom „berauschen“ aus dem Weg zu gehen) die Vertonung Griesemers Roman seine Hörer. Die Geschichte, die weit mehr ist als die bloße Darstellung der historischen Umstände wissenschaftlicher Pionierleitsung, erzählt von Leid, von Leidenschaft, von Wetteifer, kaufmännischer Gier und fulminantem menschlichem Scheitern.

Das Prädikat „Erstklassig“ bekommt »Rausch« aber vor allem aufgrund seiner Besetzung. Mit Ulrich Noethen, Christian Redl, Maria Schraden,Anna Thalbach, Matthias Habich und Bernhard Schütz ist unter der Regie von Leonard Koppelmann ein Hörabenteuer entstanden, von dem man so nicht genug bekommen kann.

Viel Spaß beim Nachhören!

 

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 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 2

Spieldauer: ca. 352min. (Hörspiel in Co-Produktion mit dem SWR)

CDs: 5

Verlag: DAV

Erschienen: 2005

  • Bettina Leonhardt
    Aug 31st, 2011 at 11:46 | #1

    “Kino für die Ohren”….. nicht nur dieser Spruch hat mich begeistert. Klingt wie ein Hörbuch, welches man auf jeden Fall haben sollte.

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