Volker Pispers: Widerstand

Dienstag, 5. Oktober 2010

Volker Pispers: Widerstand

Volker Pispers: Widerstand

Volker Pispers vergleicht im Dienstags U-Punkt die friedliche Revolution in der DDR mit den Protesten gegen Stuttgart 21 und wartet mit wirtschaftlichen Tatsachen auf: „Für 60 % der Amerikaner von heute wäre der Lebensstandard der DDR-Bürger von damals das Paradies auf Erden“. Warum in einem Unrechtsstaat friedlich demonstriert werden darf und in unserem Rechtsstaat Schüler und Rentner mit Tränengas und Wasserwerfern attackiert werden? Gute Frage! Volker Pispers wieder einmal mit aufklärerischen Erkenntnissen in seinem aktuellen Podcast.
 

 

Volker Pispers über die DDR und Stuttgart 21


Wir lassen uns von unseren Politikern am liebsten in Angst und Schrecken versetzen indem man uns mit der sozialistischen Misswirtschaft droht. Dabei braucht man nur einen Blick nach Amerika zu werfen um zu verstehen, das ein wucherndes, aus der Bahn geratenes kapitalistisches, marktradikales System mindestens genauso, wenn nicht schlimmere Konsequenzen mit sich bringt.
 

 
Die besten Zitate aus dem aktuellen Pispers-Podcast:

„Reisen dürfen bedeutet noch lange nicht reisen können. Für 60% der Amerikaner von heute wäre der Lebensstandard der DDR von damals das Paradies auf Erden…das ist eine wirtschaftliche Tatsache.“

„Ostalgie heißt ja nicht, dass sich irgendjemand bei klarem Verstand die Stasi, die Mauer udn die Einparteienherrschaft zurück wünscht.“

„Zur Feier des zwanzigsten Jahrestages des DDR-Anschlusses hat Bahnchef Grube erklärt, es gibt kein Widerstandsrecht gegen Stuttgart 21, wir leben schließlich in einem Rechtsstaat.“

„Die demokratische Geldvernichtung in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.“

„Ein Widerstandsrecht gegen unsinnige staatliche Projekte, das gibt es nur im Unrechtsstaat. Im Rechtsstaat darf man Widerstand mit Tränengas und Wasserwerfern brechen, auch wenn dabei Schüler und Rentner verletzt werden. Die haben schließlich angefangen und mit Kastanien geworfen!“
 

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  • MarkII
    Okt 17th, 2011 at 17:39 | #1

    Wie Recht er damit hat!
    Herr Pspers ist für mich einer der besten Kabarettisten
    die es zur zur Zeit überhaupt gibt.
    Er hat mehr Biss selbst als Herr Hildebrand, spricht
    aus was viele denken aber sich nur nicht zu sagen trauen.
    Er hält zuweilen den Deutschen auch den Spiegel vor.
    Weiter so wär Herr Pispers nicht Kabarettist er würde einen
    guten Politiker abgeben, nur bezweifle ich das er sich das
    antun möchte.
    Ja mit dem Ausspruch hat er vollkommen Recht ich lege noch einen drauf ich behaupte mal das fast jeder farbige (schwarz) US-Amerikaner 1958 als die großen Rassenunruhen in den USA begannen und bis zur zweiten Hälfte der 70iger andauerten mit Sicherheit lieber in der DDR gelebt hätten.
    Nein nicht das die DDR eine Vorzeigedemokratie waren aber dort wären sie mit Sicherheit nicht wegen ihrer Hautfarbe,gelyncht von der Polizei misshandelt und angespuckt und vom Ku-Klux-Clan aufgehangen worden.
    Man kann der DDR einiges nachsagen aber rassistisch so wie die USA es in den 50iger, 60igern waren, waren sie nicht!

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