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Wer das Schweigen bricht von Mechthild Borrmann

Dienstag, 7. Februar 2012

Wer das Schweigen bricht

Wer das Schweigen bricht

Große Vorschusslorbeeren für »Wer das Schweigen bricht« von Mechthild Borrmann, die mit ihrem facettenreichen Krimi nicht nur die Spitze der KrimiZeit-Bestenliste eroberte, sondern auch den deutschen Krimipreis 2012 gewonnen hat. Die Geschichte über Freundschaft in der Zeit des Nationalsozialismus – über Liebe und Moral in der totalitären Hölle – ist weiß gott mehr als ein gewöhnlicher Krimi. Schade nur das die Hörbuchadaption mit dem Buch nicht schritt halten kann.
 

 
 
 

Wer das Schweigen bricht


Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen …?

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen sechs junge Menschen, drei junge Männer und drei junge Frauen, verbunden durch Freundschaft, Hass und Liebe. Die in Kleve und Umgebung verortete Geschichte thematisiert dabei die Motive Jugend und Schuld in Zeiten von Nationalsozialismus und Krieg.

Mein Fazit


Eine Rezension, die mir Kopfschmerzen bereitet. »Wer das Schweigen bricht« von Mechthild Borrmann ist so ansprechend geschrieben, die Motive so interessant ausgewählt, das die Schublade Krimi eigentlich fast zu schade ist. Ähnlich wie die Romane eines Heinrich Steinfests bietet Borrmann dem Leser eine Menge mehr als bloße Krimi-Spannung. Sicher ein tolles Buch.

Leider mag beim Hörbuch aber keine wirkliche Hörlust aufkommen. Selbst der aufmerksamsten Hörer wird hier seine Probleme haben. Ich selber habe drei Anläufe gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war. Sprecherin Katrin Daliot liest über weite Strecken ausdruckslos und monoton, ohne den einzelnen Figuren Charakter verleihen zu können. Wirklich schade, eine Franziska Pigulla oder eine Doris Wolters hätte diesem Text sicher eine ganz andere Dynamik verliehen. Ein gutes Hörbuch machen, heißt eben nicht einfach nur einen guten Text vorzulesen.

 Mein Gesamturteil:
Hörbuch-Bewertung: Note 3

Spieldauer: ca. 395min. (ungekürzte Lesung)

CDs: 6

Verlag: ZYX

Erschienen: 2011

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